Narkomat+ - Bedieneinheit

Beatmungstechniken

Die elektronische Beatmungseinheit

 

Das Anästhesie-System NARKOMAT+ arbeitet mit einer prozessorgesteuerten Beatmereinheit. Sie ermöglicht in ihrer Grundausführung eine volumenkonstante Beatmung für nahezu alle Patientengruppen bis hin zu Kleinkindern.

 

Die integrierte System-Compliance-Kompensation erlaubt es, selbst kleine Tidalvolumina noch sehr genau zu verabreichen. Verschiedene Beatmungsformen und umfangreiche Variationsmöglichkeiten des künstlichen Beatmungszyklusses lassen auch bei komplizierten Lungenzuständen eine zuverlässige Ventilation zu.

 

Ein umfangreiches Test- und Alarmmanagement sorgt für die verlangte Patientensicherheit und verhindert für Sie, als Anwender, unkontrollierbare Betriebszustände. Die Bedieneroberfläche ist sehr übersichtlich gestaltet. Die Erfassung der angewählten Ventilationsparameter verläuft schnell und sicher.

 

Die Beatmungs- und Überwachungsfunktionen

 

Folgende Standardbeatmungsformen sind integriert: CMV, Handbeatmung und Spontanatmung.

Die Hauptfunktionen:

  • Volumenkonstante Beatmung,
  • automatische Kompensation der Patientensystem-Compliance,
  • umfangreiche Selbsttestroutinen zur sicheren Geräteinbetriebnahme,
  • umfangreiches Alarmmanagement,
  • ergonomische Bedienung über Folientastatur und Encoder,
  • Anzeige aller Messwerte und Einstellungen über ein großes Farbdisplay.

 

Die optionale Beatmungsform PCV

 

Für die kontrollierte Beatmung bietet das Anästhesiesystem NARKOMAT+ neben der Beatmungsform CMV die Beatmungsmodi PCV Kind und PCV Erwachsener. Mit dieser Pressure Controlled Ventilation (druckkontrollierte Beatmung) wird ein primär vorgewählter inspiratorischer Maximaldruck gehalten. Die Umschaltung in die Exspiration erfolgt im Gegensatz zur druckgesteuerten Beatmung zeitgesteuert.

 

Das Tidalvolumen hängt neben der Inspirationszeit und der vorgewählten Druckgrenze vom eingestellten Flow und den pulmonalen Widerständen ab.

 

Die Vorteile liegen in der Vermeidung hoher Spitzendrücke, so dass diese Beatmungsform vorwiegend in der Pädiatrie angewendet wird, aber auch bei der Beatmung Erwachsener, z.B. bei schweren Lungenversagen oder bei Lungenleckagen.

 

Die optionale Beatmungsform (S)CMV

 

Zusätzlich ist der Beatmungsmodus (S)CMV erhältlich.
Bei dieser Synchronized Controlled Mandatory Ventilation kann der Patient, im Unterschied zur vollständig kontrollierten Beatmung, durch seine Atemanstrengungen den Beginn der Inspirationsphase selbst auslösen.

 

Dieser „Triggerung“ folgt ein definiertes Atemzugvolumen, das nur durch den Mechanismus der Druckbegrenzung (Pmax) unterbrochen wird.

 

Diese assistierte Beatmung ist daher eine vom Patienten getriggerte und kontrollierte Beatmung, wobei der Patient Frequenz und damit Atemminutenvolumen selbst bestimmt.

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